Streamingdienstanbieter —  Was ist wichtig im Plattform-Dschungel?

Welche Plattform ist die Beste? Die Frage geht am Kern der Sache vorbei. Ein wenig ist das so, als stünde man auf einer Baustelle und fragt sich welches Werkzeug das Beste sei. Es kommt vollkommen darauf an, welcher Aufgabe man sich annimmt. Ein Hammer ist denkbar ungeeignet um Holz auf Mass zu sägen. Gleichzeitig ist es quasi unmöglich eine Säge für Schraubarbeiten zu verwenden.

Videokommunikation ist die Baustelle, die verwendete Plattform das Werkzeug. Nun kann sich jedes Unternehmen die Frage stellen: An welchem Teil der Baustelle soll gearbeitet werden? Die Aufgabenbereiche sind vielfältig, stets spielen aber folgende Fragen eine Rolle:

  • Teilen von Inhalten: Live, on demand oder beides?
  • Öffentliches oder geschlossenes Publikum?
  • Welche Möglichkeiten bestehen um Zuschauer einzuladen?
  • Sollen Interaktionsmöglichkeiten gegeben werden?
  • Videosignal nur in eine Richtung, sprich Sender zu Empfangenden oder in beide Richtungen oder sogar ein Hybrid?
  • Ist bereits Software mit Videokommunikationsfunktionen in Verwendung, wie etwa Teams in Office?
  • Wie viel darf der Videoservice maximal kosten?
  • Wie wichtig ist Datenschutz?
  • Sollen die Videos für Brand Marketing oder Performance Marketing verwendet werden?
  • Welche Analysemöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Je nachdem wie diese Fragen beantwortet werden, ergeben sich Folgefragen, die die Auswahl der passenden Plattform weiter zuspitzen:

  • In welcher Form soll das Teilen von Streams ermöglicht werden?
  • Browser-, app- oder programmbasiert?
  • Sind die Server des Videodienstes in Europa?
  • Soll die Bezahlung einmalig oder Abo basiert / monatlich erfolgen?
  • Welche Interaktionsmöglichkeiten sollen gegeben sein?
  • Wie gross darf die Latenz des Videosignals sein?

Je nach Anwendungsbereich werden diese Fragen unterschiedlich beantwortet, da jedes Format spezifische Anforderungen besitzt. Videokommunikation ist so vielseitig, dass sich hier nicht näherungsweise alle Formate zusammenfassen lassen.

Daher wird als Fallbeispiel eine Produktpräsentation eines mittelgrossen Maschinenbauunternehmens betrachtet. Hier kann es Sinn machen, sie sowohl live zu übertragen, als auch on demand zu Verfügung zu stellen, um die Reichweite maximal zu erhöhen. Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum sind dabei tendenziell nicht notwendig, eine Kommentarfunktion, um Engagement zu steigern, ist also vollkommen ausreichend. Damit ist auch klar, dass die Videosignalübertragung lediglich von den Präsentierenden zum Publikum notwendig ist. Da die Präsentation öffentlich ist, spielt Datenschutz nur eine sekundäre Rolle. All diese Anforderungen werden von Vimeo erfüllt. 70€ monatlich für einen Premium Account der unbegrenztes Live-Streaming mit Kommentarfunktion ermöglicht, sind für die meisten mittelgrossen Unternehmen stemmbar. Zusätzlich ist die Präsentation per Link bequem teilbar und für die Allgemeinheit zugänglich. Dies ist lediglich ein Beispiel dafür, dass die Videokommunikationsplattform anwendungsorientiert sein muss. Andere Formate haben andere Anforderungen, für die andere Plattformen besser geeignet sind.

Eins sollte bei der Plattformwahl immer im Hinterkopf behalten werden: Viel hilft nicht immer viel. Auch wenn eine Videokommunikationsplattform alle Anwendungsbereiche abzudecken scheint, ist das weit entfernt von einem Allheilmittel. Das Gegenteil ist der Fall. Eine Überladung an Funktionen lässt viele Nutzer*innen hilflos im Button-Dschungel untergehen. Damit Videokommunikation ihren Mehrwert für Unternehmen entfalten kann, muss sie anwendungsorientiert und intuitiv nutzbar sein. Erfordert die Einführung in eine Plattform mehrtägiges Onboarding, lenkt das vom eigentlichen Zweck ab (den Austausch zwischen Menschen ermöglichen) und das Ziel ist von vornherein verfehlt.

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