Restposten Imagefilm

Restposten Imagefilm

Imagefilme sollen hier nicht schlechter dargestellt werden, als sie es verdienen. Dazu hilft es, sie in ihrem Entstehungskontext einzuordnen. In der Vergangenheit wurden sie als Aushängeschild für Unternehmenskultur, Firmencampus, Mitarbeiterportraits und zur weiteren Profilierung genutzt. Die Zeit in der sie die häufigste Anwendung fanden, unterschied sich in drei Kernpunkten zu heute:

  1. Videoproduktion ist sowohl auf Hardware, als auch Software Seite für die Massen zugänglich geworden. Während technologischer Fortschritt die Kosten für Hightech nach unten trieb, ist gleichzeitig die Qualität billigerer Technik nach oben geschossen. Der Markt und damit das Angebot rund ums Thema Content Creation ermöglichen heute den Einstieg für quasi jeden der das wirklich will.
  2. Die Medienlandschaft hat sich verändert und mit ihr unser Medienkonsum. Das geht mit zwei scheinbar konträren Entwicklungen einher. Durchschnittlich verkürzt sich unsere  Aufmerksamkeitsspanne für einen einzelnen Inhalt, während gleichzeitig unser Medienkonsum insgesamt mehr Zeit in Anspruch nimmt.
  3. Die Erwartungshaltung Unternehmen gegenüber unterzog sich einem gesellschaftlichem Wandel. Die Interaktion zwischen Kunden und Firmen ist weniger distanziert. Value-based-selling führt dazu, dass vermehrt moralische Ansprüche bedient werden, die auch so kommuniziert werden müssen. 

Richtig ausgeschöpft, bietet jede dieser Entwicklung Chancen für Unternehmen: 

Authentisches Storytelling

Werden Drittanbieter für Imagefilme beauftragt, ist das häufig mit hohem technischen Aufwand verbunden. Die fremde Situation am Set reißt die darstellenden Mitarbeiter aus ihrem gewöhnlichem Arbeitsumfeld. Sind sie zusätzlich nicht besonders kameraerprobt, ist es kein Wunder, wenn die Aufnahmen dann gestellt wirken. Authentizität sieht anders aus. Mit einem eigenen designiertem Videostudio ist das Gegenteil der Fall: Hier kann die Unternehmensgeschichte und seine Art zu agieren, direkt aus dem Moment gegriffen und in selbstproduzierte Bilder gefasst werden. Wenn die Technik schon vorhanden ist und alle im groben wissen, wie sie damit umgehen, produziert das glaubwürdige Inhalte ohne großen Aufwand.

Modulares Konzept

Fertig produzierte Imagevideos sind ein großer starrer Zusammenschnitt unaustauschbarer Sequenzen. Stützt sich das Unternehmensbild nicht auf einem einzigen großen Video, können flexibler Anpassungen und kleinere Änderungen vorgenommen werden. Eine wichtige neue Produktionsmaschine wird in Betrieb genommen? Das kann einen kurzen Videoschnipsel ergeben. Ein neuer Jahrgang Auszubildender wird willkommen geheissen? Kurzer Videoschnipsel. Die Chefetage verlautbart abteilungsübergreifend Möglichkeit zum Homeoffice? Sie erkennen das Schema… im Gegensatz zu Imagefilmen lassen sich einzelne Module ohne großen Aufwand löschen, neu drehen, oder anderweitig neu modifizieren. So kann der passende Content problemlos hochfrequentiert bereitgestellt werden.

Menschen auf Augenhöhe begegnen

Um Menschen auf Augenhöhe zu begegnen genügt es nicht sich zu ihnen herunterzubeugen oder auf die Zehenspitzen zu stellen. Übertragen hilft es auch genauso wenig, die Kameraperspektive lediglich auf Normalhöhe zu halten. Stattdessen muss man sich nahbar machen. Ehrlichkeit und Offenheit zu seinen eigenen vermeintlichen Fehlern ist hier der Schlüssel. Wenn man so perfekt gestylt ist, wie Fotomodels oder so deutlich artikuliert wie Werbesprecher, führt das zwar zu einem positiven ersten Eindruck, Nähe wird so allerdings nicht aufgebaut. Wir sind nicht perfekt und wir wissen das auch. Um Verbundenheit mit Menschen aufzubauen, müssen wir uns mindestens zum Teil mit ihnen identifizieren können, einschließlich unserer Fehlerhaftigkeit. Der Anspruch von Imagefilmen Perfektion ins letzte Detail darzustellen, sieht zwar am Anfang gut aus, distanziert aber im selben Mass Kunden von Unternehmen. Sind Videoaufnahmen aus dem Leben gegriffen, verhaspelt sich der Sprecher vielleicht, oder wirkt nervös oder erschöpft.

Mit dem richtigen Setup werden solche „Makel“ ins richtige Licht gerückt und Zuschauer fühlen sich auf persönlicher Ebene angesprochen. Dafür ist lediglich ein einfach zu bedienendes Setup notwendig, keine professionellen Darsteller. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

 

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